Wie die Lücke von 65.000 Euro schließen? (28.04.2019)

 

Wir haben nun definitiv die Chance, den Kotten zu kaufen und zwar  im Herbst diesen Jahres. Der Verkauf verschiebt sich nur noch einmal von September auf November, weil zu klären ist, ob die berühmte Familie Romberg noch Ansprüche auf einen kleinen Teil des Grundstücks hat, auf dem der Kotten steht. Das Konzept für die Nutzung des Kottens ist ebenfalls ausgearbeitet. Es ist dem unermüdlichen Lokalforscher Friedhelm Specht gewidmet.

Inzwischen hat der Verein auch noch genau geklärt, wie viel die Rettung des Kottens kostet.
Uwe Schlauch, Sachverständigenbüro für Fachwerk, hat vor wenigen Tagen ein Schadensgutachten erstellt, sich also jeden Balken angesehen und jeden Stein umgedreht. Die Schreckensnachricht ist, dass die denkmalgerechte Renovierung des Kottens 725.550,00 Euro kostet. Hinzu kommt noch die Beseitigung der asbesthaltigen Dachplatten und die öffentliche und nichtöffentliche Erschließung.
Finanzieren möchte der Verein sein Projekt "Bindung durch Lokalgeschichte" in der Hauptsache mit Hilfe des Programms Heimatförderung, Element  „Heimat Zeugnis“ des Landes NRW und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.  Der Antrag beim Land ist eingereicht und im August wird ein Antrag auf Förderung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gestellt.

Ein riesen Problem ist jedoch, dass der Verein 20% der Fördersumme selbst aufbringen muss. Bei der Abdeckung dieses sog. "Eigenanteils" ist dem Verein   bisher unglaublich unter die Arme gegriffen worden. Viele haben gespendet. Darunter nur als Beispiel ein Bienenzüchter, der  seine Bienen im Bachtal aufstellen möchte, ein Psychologe, der das gemeinsame, nicht-kommerzielle soziale Engagement unterstützt, ein Steuerbüro, ein IT-Spezialist, die Hausärztin von Rüdinghausen, selbst die Bürgermeisterin hat 1000 Euro aus ihren Sitzungsgeldern bei der Gelsenwasser dazugetan, das Unternehmen coffee at work hat sich auch nicht Lumpen lassen. Ein großes Möbelhaus aus Rüdinghausen hat jeden gespendeten Betrag verdoppelt. Nicht zu vergessen ist die Dachdeckerfirma Josef Dürscheidt, die die Dachneueindeckung spenden wird.  Außerdem ist die Leih- und Schenkgemeinschaft zusammen bei der sich 23 Personen verpflichtet haben über 5 Jahre jeden Monat 25 bzw. 50 Euro zu spenden.

Trotz dieser Hilfe klafft beim vom Verein zu stemmenden Eigenanteil noch eine ordentliche Lücke. Diese beträgt, zieht man alle Kosten für die Rettung zusammen, noch ganze 65.000,00 Euro.
Der ein wenig verzweifelte Apell an alle in Witten und Umgebung ist, mitzuhelfen.

Der noch fehlende Eigenanteil kann folgendermaßen zusammengesetzt sein:

1) Direkte Spenden auf das Konto des Vereins (Verein Günnemann-Kotten e.V., GLS-Bank, DE 75 4306 0967 4085 800 100);

2) Vorbehaltliche Spendenzusagen, bei der man sich schriftlich verpflichtet eine höhere Summe zu spenden, wenn eine Zusage zur Förderung des Projekts durch das Programm Heimatförderung vorliegt ;

3)  Materialspenden von Firmen und Privatpersonen:

a)  Sachspenden in Form von Eichenbalken (!!!) und Eichenbrettern, historische Türen mit Rahmen, Sandsteinplatten;

b)  Zusagen, ein Fenster oder eine Tür zu restaurieren, Beton zu spenden, einen Bagger auszuleihen, ein Ökobauklo, Bauzaun oder Gerüst zur Verfügung zu stellen;

4) Muskelkredite

Zusagen, die Statik zu machen, die Elektrik zu planen, das Baugrundgutachten zu erstellen, Architektenaufgaben zu übernehmen oder bei Zimmermannsarbeiten zu helfen oder mit aufzuräumen, Lehmsteine zu mauern, Ziegelsteine aus Fachungen zu entfernen, Erdarbeiten zu machen, bei Maurerarbeiten zu helfen, Elektroleitungen zu verlegen, Hilfskräfte fachlich zu begleiten, Pflanzen zu roden – hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

All diese Arten von Spenden bringen die 65.000,00 Euro zum Schmelzen und sind steuerlich absetzbar, auch die Materialspenden.

Kontaktdaten:
Marc Junge, Glasweg 2, 58454 Witten
Tel. 02302 800990, e-mail: marc.junge@rub.de

Mitglied werden: Die Mitgliederzahl ist ein wichtiges Kriterium für eine Bewilligung von Fördergeldern. Werden Sie Mitglied und entscheiden Sie mit!

 

Verkehrswertgutachten (13.03.2019)

 

Unweit der Brücke zum Rheinischen Esel im idyllischen Bachtal der „Brunebecke“ steht ein  architektonisches Kleinod   aus einer  längst vergangenen Zeit.    Es ist der aus dem 17. Jahrhundert stammende „Günnemann-Kotten“.   Die Kleinstbauernstelle bildet mit Bauernhaus und Grundstück die letzte bäuerliche Einheit der Brunebecke. Diese Natur-Oase hat sich der Heimatverein Rüdinghausen mit Unterstützung der Initiativgruppe Rettet den „Günnemann-Kotten“ e.V. und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern vorgenommen zu erhalten. Die Zukunftsvision besteht darin, den Kotten und den Bauerngarten  wiederzubeleben,  ein Heimatmuseum und Bürger- und Bürgerrinnentreffpunkt einzurichten und schließlich Platz für den Bach und den Naturschutz zu schaffen (siehe Projekt). Ein Herz für Rüdinghausen, Persebeck und Kruckel  soll zum Schlagen gebracht werden. Helfen auch Sie mit Rat und Tat und Ihrem Idealismus, dass die hohen Ziele verwirklicht werden können!         

Infos

Bauerwartungsland?

Der bis 2020 gültige Flächennutzungsplan zeichnet den gesamten Bereich, auf dem der Günnemann-Kotten steht, als Grünfläche aus. Das Verkehrswertgutachten geht dagegen davon aus, dass mittelfristig der Flächennutzungsplan geändert werden kann, d.h. entlang der Erbstollenstraße eine Bebauung möglich werden könne. Es handelt sich bei der gesamten Fläche jedoch um ein Gebiet, das speziell von den angrenzenden Flächen abgetrennt und ganz bewusst bei der Aufstellung des gültigen Flächennutzungsplans komplett in Grünfläche umgewidmet wurde und zwar mit der Begründung, dass es sich hier um ein schützenswertes Bachtal mit aufstehendem denkmalgeschützten Kotten handelt. Der Kotten hat dementsprechend nur Bestandschutz. Wenn er abgerissen wird oder verfällt, kann nicht neu gebaut werden.   

Denkmalschutz?

Der Verkehrswertgutachter hat eine Bauvoranfrage gestellt, um die grundsätzlichen Bedingungen abzuklären. Ein Teil der Antwort der Stadt Witten bildet ein Gutachten der Unteren Denkmalschutzbehörde Witten.  Es stellt eindeutig die Erhaltungsfähigkeit des Kottens fest. Dieses Gutachten erhält besonders hohes Gewicht dadurch, dass auch die Obere Denkmalschutzbehörde in Münster diese Einschätzung schriftlich bestätigt hat. Die Stadt Witten hält sich nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse offen, die Verpflichtungen, die das Denkmalschutzgesetz NRW vorgibt durchzusetzen; insbesondere die Instandsetzung des Gebäudes. Außerdem wird der Verein Rettet den „Günnemann-Kotten“ mit allen organisatorischen, finanziellen und juristischen Mitteln, bis hin zur Information der Öffentlichkeit (Presse, Plakate, Flugblätter, Aktionen), die korrekte Umsetzung der strengen Vorgaben des Denkmal- und Naturschutzes begleiten.

Einsichtsschutz?

Das Verkehrswertgutachten geht nicht auf den Einsichtsschutz der Denkmalschutzrichtlinien ein. Auch diese Bestimmung lässt eine Bebauung entlang der Erbstollenstraße, Brunebeckerstraße und Glasweg mehr als fraglich erscheinen. Denn der denkmalgeschützte Kotten wäre bei der vom Gutachter vermuteten Bebauung schlicht nicht mehr zu sehen. Er steht tief im Bachtal – so befindet sich die Dachspitze des Kottens etwa auf gleicher Höhe mit der Erbstollenstraße und dem Glasweg.  

Renaturierung/Naturschutz/Gewässerschutz?

Das Verkehrswertgutachten kann nicht schlüssig erklären, wieso das Bachtal mit seiner bereits zu 1/3 realisierten Renaturierung mit Hilfe öffentlicher Gelder durch eine Bebauung entlang der Erbstollenstraße erheblich verkleinert werden sollte. Außerdem berücksichtigt der Gutachter nicht die Gewässerschutzrichtlinien, die rechts und links vom Bach Brunebecke eine Bebauung verbieten.  Diese Bestimmungen „blockieren“ zusätzlich auf Grund der speziellen Lage des Baches eine Bebauung auf einem Streifen von gut 15 m Breite und 30 m Tiefe entlang der Erbstollenstraße.

Bauordnungsamt der Stadt Witten?

Die Bauvoranfrage des Verkehrswertgutachters hat außerdem ergeben, dass auf Grund der speziellen Bedingungen (Bachtal, denkmalgeschütztes Gebäude) eine Bebauung auf dem gesamten Grundstück – wir zitieren - „zu verhindern ist“.

Erschließung/Stellplätze?

Es ist kein Kanalanschluss vorhanden. Hier sind hohe Kosten zu erwarten, da beispielsweise das Abwasser zur Erbstollenstraße hochgepumpt werden muss. Außerdem heißt es, topographisch komplex und somit kostenintensiv, Stellplätze einzurichten (fehlt im Verkehrswertgutachten).

Umweltgifte?

Die umweltgerechte Beseitigung der zahlreichen mit Asbest verseuchten Dachplatten, die bei den Anbauten und Schuppen verwendet wurden, wird ca. 9.000 Euro kosten (fehlt im Wertgutachten).

Grundbucheintragung?

In Abteilung II des Grundbuchs befindet sich eine Eintragung über ein Vorkaufsrecht. Die entsprechende Firma ist inzwischen insolvent. Ihre Eintragung kann aber nur gelöscht werden, wenn der Nachlassliquidator seine Bewilligung zur Aufhebung der Eintragung erklärt. Tritt er nicht freiwillig zurück, entstehen Gerichtskosten von mindestens 5.000 Euro (fehlt im Wertgutachten).

Rat der Stadt Witten?

Die politischen Kräfte des Rates der Stadt Witten haben sich klar positioniert: Der status-quo (Flächennutzungsplan: Grünfläche) bleibt erhalten (vgl. die Presseberichte auf unserer Web-site).

Denkmalgerechte Renovierung des Kottens?

Ca. 800.000 Euro sind allein für die denkmalgerechte Renovierung des Kottens notwendig wird alles von professionellen Handwerkern gemacht.

 

Spenden? Warum? (19.02.2019)

 

Lieber Marc Junge,

ich überweise 1000 € als Spende. Wenn ihr noch einen langfristig zurückzuzahlenden Kredit braucht, kannst du mich gern ansprechen.

Warum mache ich dies? Ich habe entdeckt, dass die Verbundenheit, dass wir mit allem zusammenhängen, schon existiert. Es ist aber im Bewusstsein der meisten Menschen noch nicht angekommen, obwohl das Grundbedürfnis bei jedem existiert. Die Aggressivität nach außen und die Aggressivität nach innen (Depressionen) sind Ausdruck unbewusster Verzweiflung über den Mangel an Erleben von Verbundenheit.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, alles zu unterstützen, was wirkliche Verbundenheit spürbar werden lässt, unter uns Menschen und mit der Natur. Es entsetzt mich, dass ich im Frühling nicht mehr das orgastische Vogelkonzert am Morgen höre, sondern nur noch vereinzelte Vogelstimmen. Es entsetzt mich, dass die Autoscheibe bei Fahrten auf der Autobahn aufgrund des Insektensterbens nicht mehr von Insekten verschmiert wird. Und natürlich das zunehmende Unglücklichsein vieler Menschen in der Einsamkeit und mit ihren hilflosen Ersatzlösungen.

Ich versuche meine Geldüberschüsse für das Bewusstwerden der Verbundenheit einzusetzen, was gar nicht so einfach ist. Überall lugt das Einzelinteresse hinter vermeintlichem Gemeinwohl hervor. Bei euch anscheinend nicht, deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, das Projekt zu unterstützen, das Menschen und Natur gut zusammenbringen möchte. […]

Mit verbundenen Grüßen,

Wolfgang Siegel

 

Kurz und knapp (13.02.2019)

 

!Rettet den Günnemann-Kotten!

Projektziele

 

Aufbau

·       Kotten renovieren

·       Aufbau mit Naturstoffen, mit Lehm, Hanf und Holz

·        Schilfkläranlage, Erdwärme

 

Nutzung

·       Archiv des Heimatvereins. Nachlass Ulrich Wellenkötter und Adolf Manns

·       Ofenmuseum

·       Museum mit Wechselausstellungen. Geschichte des Kottens

·       Zünftige Radfahrer-Gastronomie

·       Wiederherstellung des Bauerngartens mit Kleintierhaltung (Hühner, Gänse, Kaninchen, Enten)

·       Trauzimmer, Hochzeitsfeiern, Familienfeiern

·       Lesungen, Musikaufführungen

·       Stadtteilfeste, Nachbarschaftsfeste

·       Tagungsräume für Rüdinghauser Firmen

 

Naturschutz

·       Renaturierung des Baches „Brunebecke“

·       Lebensraum für Bienen, Wasserflöhe, Köcherfliege, Rehkitze, Fuchs, Schmetterlinge …….

 

Wir im Web?      Ja!      einfach   Günnemann-Kotten    eingeben

 

Notoperation (02.06.2017)

 

Immer wieder leckt das Dach. Wir haben mit einer Plane abgedichtet. Auch zwei Balken, die sich auseinander bewegen, wurden mit Eisenschienen stabilisiert. Zum Glück hat ein Vereinsmitglied eine voll eingerichtete Werkstatt mit einer riesigen Bohrmaschine und überhaupt mit allem Werkzeug.

Außerdem haben wir eine "Streife" organisiert. Mehrmals am Tag geht jemand von uns zum Kotten und redet mit Jugendlichen, Erwachsenen und allen, die dort auftauchen. Wir  versuchen alle  für das Projekt zu begeistern und bitten sie, nichts zu zerstören. Wer mal im Kotten herumgeführt werden möchte, melde sich einfach bei uns unter der Telefonnummer 02302 800990.

 

Geschafft (17.12.2016)

Die Leih- und Schenkgemeinschaft ist zusammen! Es haben uns 26 Menschen ihr Vertrauen geschenkt und sind beim Projekt mit eingestiegen. Nun besteht eine Chance, den Kotten zu übernehmen.  Sehr schön wäre weitere großherzige Unterstützung. Springen auch Sie über Ihren Schatten. Um so mehr könnte es  wirklich gelingen ein "Herz" für Rüdinghausen zum Schlagen zu bringen.

 

Günnemann-Kotten weltweit (16.12.2016)

Die Rettung des Günnemann-Kottens ist nun online gegangen. Die Adresse lautet  - wer hätte das gedacht -:  

guennemann-kotten.de

Nun heißt es das Projekt weltweit, also in Rüdinghausen und höchstens in der näheren Umgebung zu verbreiten. Besonders interessant ist der Button "Blickwinkel". Das ist die erste größere Projekt-Aktion, die erfolgreich umgesetzt wird.

 

Helden der Arbeit (10.12.2016)

Es wurde von uns in luftiger Höhe im sehr hohen Dachstuhl des Kottens eine Bühne gebaut und dann ein großes Stück des Dachfirsts stabilisiert und schließlich abgedichtet. Das sind nur Notmaßnahmen und wir hoffen, dass bald endlich die echte Rettung los gehen kann.  

 

Fast geschafft (09.12.2016)

Die Leih- und Schenkgemeinschaft ist fast vollständig. Es fehlt nur noch 1 Person, die mitmacht. Können Sie uns helfen?!

 

Die verflixte 7 (28.11.2016)

Die Spendenaktion zur Rettung des 350 Jahre alten Günnemann-Kottens in Witten Rüdinghausen hat Früchte getragen. Es haben sich inzwischen 18 von 25 notwendigen Privat-Personen aus Rüdinghausen und Umgebung in einer Leih- und Schenkgemeinschaft der GLS-Bank Bochum zusammengeschlossen. Auf dieser Grundlage stellt die Bank Geld für die Übernahme und die Renovierung des Kottens zur Verfügung.  Zusätzlich hat das Umweltministerium des Landes NRW eine große Summe für die Renaturierung des Bachs Brunebecke in Aussicht gestellt. Die dafür notwendige 20% Eigenbeteiligung sind bereits durch Sponsoren abgesichert. Deshalb ist es aber umso wichtiger für den Günnemann-Kotten Verein, dass er die Leih- und Schenkgemeinschaft gestemmt bekommt. Mit dieser steht und fällt das ganze Rettungsprojekt. Der Verein steht kurz vor dem Durchbruch. Es fehlen noch 7 Personen, dann hätte er es geschafft. Sein dramatischer Appell ist:  Könnten Sie sich entschließen mitzumachen und sich jetzt gegenüber der GLS-Bank verpflichten, ab dem Termin, an dem der Kotten in den Besitz des Vereins übergeht, für fünf Jahre jeden Monat 25 Euro zu spenden? Vertragsunterlagen sind beim Verein zu erhalten. Der Verein steht auch telefonisch (02302 800990) und per e-mail (marc.junge@rub.de) für Ihre Fragen zur Verfügung.

Was aber sind das für Menschen, die bereits unterschrieben haben und warum unterstützen sie die Rettung? Der Spezialistin für Denkmalschutz liegt die prächtige Giebelwand mit dem Spruch auf dem Deelenbalken besonders am Herzen. „Endlich könnte das Archiv des Heimatvereins einen schönen Platz bekommen“, sagt wiederum der Historiker als Begründung.  Der Medizinstudent und die neunjährige Tochter einer Unterstützerin können sich nicht entscheiden, was wohl besser ist, den unvorstellbar alten Kotten zu erhalten oder den Bach in Schlangenlinien zu legen, damit sich die Wasserflöhe zukünftig in Ruhe im Uferschlamm suhlen können. Wir sind am meisten erstaunt, was für nette Nachbar wir durch die Initiative kennengelernt habe. Außerdem finden wir die Idee für ein kleines Gartenstück mit eigenem Gemüse super, unterstreicht eine junge Familie. „Endlich kann ich direkt das gestalten, wo ich lebe. Außerdem tuen mir bei Licht betrachtet die 25 Euro nicht wirklich weh“, so der IT-Spezialist.  Eine Familie hatte die Flugblätter schon auf der Kommode im Flur liegen, „aber dann kam der Alltag“; und nun hat sie kürzlich doch angerufen und ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt.

Wir würden uns so freuen, wenn Sie es ihr gleichtun.

 

Spendensammlung (25.10.2016)

Seit inzwischen 15 Jahren kämpft unser gemeinnütziger Bürgerverein für die Erhaltung des 350 Jahren alten, denkmalgeschützten „GÜNNEMANN-KOTTEN“.            

Das derzeit noch notdürftig untergebrachte Archivgut des Heimat- und Geschichtsvereins Rüdinghausen und der dem Verein übergebene   Teil-Nachlass des Lehrers und Heimatforscher Adolf Manns können hier ein neues, schönes Zuhause bekommen. Ein richtiges kleines Museum soll entstehen.

Die Bürger Wittens, vor allen Dingen die Rüdinghauser und auch die benachbarten Dortmunder des Ortsteils Kruckel werden staunen, welche Schätze hier zu heben sind: Geschichte und Geschichten aus dem 1268 erstmals erwähntem Dorf, Fotos von den vielen alten Bauernhöfen, dem Kohlenhändler Pleuger mit Pferd und Wagen, alte Postkarten und Dokumente zur Geschichte der Kirchen, Feuerwehr, Vereine und Arbeiterbewegung. Und schließlich schöne Gläser, die die benachbarte Glashütte herstellte, historische Fotos, Zeichnungen und Dokumentationen über den Werdegang der Hütte.        

Zum Dorfgeschehen gehören aber auch die politischen Ereignisse, zu denen    die NS-Zeit mit der Judenverfolgung am Beispiel der Familie Neugarten und das Leben der ukrainischen Zwangsarbeiterin Olga zählen.

Neben dem  Museum sind ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum, ein Bürgertreff mit Trauzimmer geplant. Eine Gastronomie für Spaziergänger und Radfahrer des nahen Rheinischen Esels soll alles abrunden. Hier wird ein bis auf die Vororte von Dortmund übergreifender Kulturort im östlichsten Teil Wittens entstehen.

Der  Wiederaufbau des alten Kottens mit Naturprodukten, wie Ziegel, Holz und Lehm wird dazu dienen, aus der Vergangenheit zu lernen. Auch die abgeschlossene Nische des Bachtals mit seiner ursprünglichen Pflanzen- und Tierwelt ist rettenswert.

Nach der Begutachtung eines Architekten für Holz- und Lehmbau haben wir für die Rettung eines der letzten bäuerlichen Kulturzeugnisse in Rüdinghausen nur noch ein kleines  Zeitfenster.

Helfen Sie uns mit einer großzügigen Spende, damit wir den Kotten erwerben und sofort mit den Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen beginnen können. Der Verein „Günnemann-Kotten“ e.V. hat nun das erste Mal mit Ihrer Spende die Möglichkeit, den Kotten zu übernehmen, um sofort mit der Sanierung zu beginnen. Sollte die Übernahme nicht erfolgen, erstatten wir die Spende umgehend zurück.

Ihre Unterstützung ist gerade jetzt so wichtig, weil der Verein erst als  Besitzer  öffentliche Fördermittel einwerben kann.

Eine ausführliche Projektskizze siehe unter dem Button "Projekt" auf dieser web-site.

Begeistern Sie auch Ihre Freunde und Bekannten von unserer Idee. Sie können auch gerne bei der Verwirklichung mitmachen.

Ihre Spende überweisen Sie bitte auf unser Konto bei der GLS-Bank. (Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung).

Verein „Günnemann-Kotten“ e.V.

Bank: GLS-Bank – Bic: GENODEM1GLS- IBAN: DE 75 4306 0967 4085 800 100  

 

Wasserflöhe (25.10.2016)

Renaturierung der Brunebecke

Eine der wichtigsten Säulen des Projekts ist die Renaturierung des Bachlaufs der Brunebecke. Projektleiter ist Klaus Engelberg.  Der Bach ist aktuell begradigt und mit Steinen eingefaßt. Um Wasserfloh und Köcherfliege wieder eine lebenswerte Umgebung zu schaffen, soll die Fließgeschwindigkeit des Baches drastisch verringert werden. Dies soll durch einen mit einem 10 Meter breiten Uferstreifen ausgestatteten, in weite Schlangenlinien gelegten Bachlauf geschehen.